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Das nächste Duell mit der Romandie

Nach dem ersten Sieg der noch jungen Saison will der TV Solothurn im Auswärtsspiel gegen die SG Nyon weitere Zähler holen. Gegen die Waadtländer bedarf es in der Offensive jedoch einer deutlichen Leistungssteigerung. Denn Nyon ist um einiges stärker einzustufen als ihre Kantonskollegen aus Vevey, die zuletzt im CIS zu Gast waren.


Gaudenz Oetterli


Zum dritten Mal in Folge tritt der TVS zum Meisterschaftsstart gegen ein Team aus der Romandie an. Auf die deutliche Niederlage gegen WEST Crissier (19:30) folgte zuhause ein klarer 21:13-Erfolg gegen Vevey. Nun reisen die Solothurner erneut an den Genfersee und stellen sich dem dritten von insgesamt fünf welschen Vereinen in dieser Erstliga-Gruppe, der SG Nyon.


Mit einem deutlichen 29:22 Sieg gegen Wacker Thun 2 / Steffisburg gelang den Westschweizern ein optimaler Start. Darauf mussten sie gegen Handball Bern, das vermutlich stärkste Team der Liga, als Verlierer vom Platz. Trotz der Niederlage schlugen sich die Nyonnais aber beachtlich, die Differenz zu den Bernern betrug lediglich zwei Tore (30:32).


Technische Fehler müssen reduziert werden


Vergleicht man den diesjährigen Kader von Nyon mit dem letzten Jahr, fällt auf, dass die Mannschaft grössere Änderungen erfahren hat. Weiter springt dabei ins Auge, dass die neuen Spieler vorwiegend Franzosen sind, Transfers aus der zweithöchsten Liga unseres Nachbarlandes. Die vielen Wechsel scheinen die Romands jedoch mit der individuellen Stärke der Spieler gut auffangen zu können, wenn sie bereits so stark auftreten können. Nyon macht relativ wenig technische Fehler und konnte sich in den ersten beiden Partien auf zwei extrem starke Torhüter verlassen.


Genau diese zwei Punkte dürften dem Trainer des TV Solothurn Kopfzerbrechen bereiten. Gerade die Fehlerquote war in den ersten beiden Spielen des TVS markant zu hoch – 30 Mal wurde der Ball in zwei Spielen hergeschenkt. Gegen Teams, die sich solche Unzulänglichkeiten nicht leisten, wird es daher extrem schwierig zu gewinnen, wenn man die eigene Fehlerquote nicht senken kann. Sieben Ballverluste mehr als der Gegner sind schlicht eine zu grosse Differenz.


Mit neuer Mannschaft gegen alte Krankheiten


Auch die starken Torhüter von Nyon kommen Solothurn nicht entgegen. Natürlich ist das für einen Gegner immer ein Nachteil, doch gerade der TVS ist nicht als grosse Tormaschine bekannt. Die Ambassadoren-Städter sind traditionell eine Mannschaft, die ihre Spiele zumeist in der Defensive gewinnt. Angefangen bei den Keepern über eine geordnete und aktive Verteidigung luchsen die Solothurner ihren Gegnern gerne und erfolgreich den Ball ab.


Im Angriff hingegen war es in den letzten Jahren und auch in den ersten beiden Spielen dieser Saison jedoch so, dass nicht nur die technischen Fehler ein Problem darstellen, sondern auch die Würfe. Zu oft vergeben TVS-Spieler freie Würfe oder zumindest gute Chancen. Bei starken gegnerischen Torhütern natürlich umso mehr.

Doch die Mannschaft des TV Solothurn ist im Vergleich mit den letzten Jahren fast komplett neu aufgestellt, inklusive Trainer. Gut möglich, dass Andri Tatarinoff es schafft, dieses alte Gebrechen der Solothurner endlich aus der Welt zu schaffen und das TVS-Fanionteam auch bei Ballbesitz zu gesunden. Gegen Nyon braucht es einen grossen Schritt in diese Richtung, damit der TV Solothurn zwei Punkte mit nach Hause nehmen kann.

Foto: Urs Trösch

Die Partie SG Nyon - TV Solothurn findet statt am 23. September 2023 um 19.30 Uhr in Nyon Cossy.

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