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Blogbeitrag

Das Highlight im Schweizer Cup

vor 11 Stunden
2 Min. Lesezeit

Dank Siegen in der Vorrunde und der Hauptrunde des Schweizer Cups erreichten die Erstliga-Handballer des TV Solothurn den Sechszehntelfinal. Und das Losglück war den Aarestädtern hold. Sie dürfen sich nun zuhause mit dem NLA-Verein RTV Basel messen.

 

Gaudenz Oetterli

 

Es ist das Ziel jeder unterklassigen Mannschaft im Cup: so lange gewinnen und im Wettbewerb bleiben, bis die Losfee einen Gegner aus der NLA zieht. Oft lässt das Glück dabei auf sich warten. Denn schliesslich stehen den 36 Erstliga- und 14 NLB-Teams nur gerade zehn NLA-Vereine gegenüber – und diese steigen zudem überhaupt erst im Sechszehntelfinale in den Wettbewerb ein. Es gilt vorher also, mindestens zwei Runden zu überstehen.

 

Der TV Solothurn hat dies geschafft, trotz schwieriger Gegner. In der Vorrunde bekam es die Truppe von Trainer Andri Tatarinoff mit einem Team aus der zweihöchsten Liga zu tun, die HSG Siggenthal/Baden-Endingen. Mit 30:29 setzten sich die Solothurner gegen die Aargauer durch. In der anschliessenden Hauptrunde wurde dem TVS der Gegner HS Biel zugelost. Auch das Derby der beiden Erstliga-Rivalen entschied das Heimteam mit 28:25 für sich.

 

Der TV Solothurn hofft auf eine volle Halle

 

Mit dem Dazustossen der NLA-Vereine war die Hoffnung für die Auslosung beim TV Solothurn gross. Nach einigen Jahren ohne das grosse Los, in denen man teilweise schon früh ausschied oder am Ende gegen ein NLB-Team den Kürzeren zog, sollte es in dieser Saison endlich wieder klappen. Mit dem RTV Basel kommt zwar nicht eines der stärksten Teams aus der höchsten Spielklasse nach Solothurn. Aber wer schaut einem geschenkten Gaul denn schon ins Maul?

 

Der Traditionsverein aus Basel ist durchaus ein spannender Gegner für den TVS. Sportlich zwar überlegen, aber geografisch nicht weit weg und es dürften daher einige Basler Fans den Weg in die schönste Barockstadt der Schweiz finden. Ebenso werden sich gegen ein NLA-Team auch viele Einheimische ins CIS begeben und so erwartet die Erstligaspieler eine besondere Atmosphäre vor einigen Fans mehr als üblich.

 

Solothurn trifft auf geballte Basler Offensivkraft

 

Speziell wird sicherlich auch die Rückkehr zweier ehemaliger Teamkollegen. Denn in den Reihen des RTV befinden sich zwei Spieler, die ihre handballerischen Sporen einst in Solothurn abverdient und dort ihre ersten Schritte Richtung Spitzenhandball gemacht haben. Der rechte Flügelspieler Lars Hofer und Rückraum-Mitte Dylan Brandt waren zu NLB-Zeiten des TV Solothurn wichtige Teamstützen und fleissige Toresammler für den TVS.

 

Es ist davon auszugehen, dass sowohl Hofer wie auch Brandt sich nicht von nostalgischen Gefühlen übermannen lassen und ihre Skorerfähigkeiten in diesem wichtigen Cupspiel voll und ganz in den Dienst ihres neuen Arbeitgebers stellen werden. Zudem spielt mit Aleksander Spende einer der besten Werfer der NLA neben den beiden, aktuell die Nummer sechs in der Torschützenliste.

 

Da Cup-Überraschungen im Handball äusserst selten sind, werden sich die Mannen von Trainer Andri Tatarinoff weniger mit den Gedanken über Sieg oder Niederlage befassen. Sie können befreit auftreten und das Spiel als das geniessen, was es für einen kleinen Verein wie den TV Solothurn ist: ein seltenes Handballfest vor eigenem Publikum.


Bild: Urs Trösch


 
 
 

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