Der Start in die Saison hat es in sich
- tvsolothurn
- vor 2 Tagen
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Diesen Samstag startet der TV Solothurn in die Spielzeit 2026/2027. Das Team blieb im Vergleich zur letzten Saison zum grössten Teil unverändert und präsentierte sich in der Vorbereitung stark. Zum Start in die Saison warten jedoch gleich einige Herausforderungen auf die Aarestädter.
Gaudenz Oetterli
Den ersten Gradmesser hat das Team von Trainer Andri Tatarinoff bereits hinter sich. Im Schweizer Cup erhielten die Solothurner einen letztjährigen Aufsteiger in die NLB zugelost. Dank einer starken Leistung über die gesamten 60 Minuten behielten die Solothurner im heimischen CIS gegen das oberklassige Siggenthal/Baden-Endingen mit 30:29 die Oberhand und sind eine Runde weiter.
Nun folgt am Samstag auswärts der Start in die Meisterschaft. Und da wartet bereits die nächste hohe Hürde. Denn dabei trifft der TVS auf Birsfelden, den letztjährigen NLB-Absteiger. Es ist zu erwarten, dass die ambitionierten Baselländer in der Erstliga wieder ganz vorne in der Tabelle mitmischen werden. Zwar fungiert der Birsfelder Star der letzten Jahre, Martin Slaninka, nicht mehr als Spieler im neuen Kader, da sich der frühere NLA-Spieler auf sein Amt als Cheftrainer konzentrieren will. Ob er aber tatsächlich die gesamte Saison nur an der Seitenlinie verbringen wird, kann man beim topfitten Slowaken vermutlich noch nicht mit Sicherheit sagen.
Gute Altersdurchmischung bei Solothurn als Trumpf
Birsfelden stellt in der neuen Saison einen sehr jungen Kader. Mit einer Ausnahme haben alle Spieler auf der Kaderliste Nuller-Jahrgänge – der Älteste davon hat Jahrgang 2004. Routinier im Team ist Yasin Kühner. Der Torhüter – mit 27 Jahren auch noch kein altes Eisen – spielte früher bereits für Birsfelden, wechselte dann für fünf Jahre zum RTV Basel in die NLA und kehrte auf die letzte Saison hin zu seinem Jugendverein zurück.
Anders präsentiert sich die Altersstruktur des TV Solothurn. Die ältesten drei Ambassadoren im Kader sind zwischen 37 und 43 Jahre alt. Weitere drei haben 90er-Jahrgänge. Doch auch der Nachwuchs kommt beim TVS zum Zug, und übernimmt dabei sogar eine sehr wichtige Rolle. Die zwei besten Torschützen des letzten Jahres sind 25 und 19, und hätte sich der 20-jährige Tobias Zeltner letzte Saison nicht verletzt, wäre er sicherlich ebenfalls in den Top drei der Skorer gelandet. Die Ausgewogenheit und die gute Altersdurchmischung im Kader wird für den TVS in der neuen Spielzeit sicherlich ein grosser Trumpf sein.
Happiges Auftaktprogramm für den TV Solothurn
Nach dem NLB-Absteiger Birsfelden geht es für die Solothurner in hohem Rhythmus weiter – und die Gegner sind nahmhaft. So wartet als zweiter Gegner Lausanne-Ville/Cugy. Die Waadtländer standen in der Vorrunde letztes Jahr lange an der Tabellenspitze und erwiesen sich in den letzten Jahren stets als harter Gegner mit jeweils knappen Endresultaten. Danach folgt bereits die Hauptrunde des Schweizer Cups. Dort erhielt der TVS den Derbykontrahenten HS Biel zugelost. Somit messen sich die Ligakonkurrenten also bereits einmal im Knockout-System, bevor sie in der Liga noch zweimal gegeneinander antreten werden. Im Cupspiel geniesst der TVS Heimrecht.
Ende September und Mitte Oktober muss die Truppe von Trainer Andri Tatarinoff dann zweimal nach Nyon reisen. Zuerst steht das Duell gegen Nyon La Côte an, bei der zweiten Reise wartet dann die RG Nyon. Auch dies sind Kontrahenten, gegen die der TV Solothurn in den letzten Jahren einige bittere Niederlagen einstecken musste, jedoch auch süsse Siege feiern konnte. Umstritten werden diese Partien aber auf alle Fälle sein. Zwischen den beiden westschweizer Teams empfangen die Ambassadoren die PSG Lyss zum Derby.
Nach den guten Resultaten in der Vorbereitung und dem grossen Erfolg im Cup gegen eine NLB-Mannschaft scheinen die Aarestädter gerüstet für die neue Saison. Umso wichtiger ist es, diesen Schwung nun auch in die Meisterschaft mitzunehmen. Das wäre eine willkommene Verbesserung zu den letzten Spielzeiten, als der TV Solothurn jeweils sehr durchzogen startete und danach das Feld von hinten aufrollen musste. Wieso also nicht für einmal aus der Pole Position starten?
Foto: Tobias Zeltner





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