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Olten triumphiert auch im zweiten Spiel

Es sollte die Revanche werden für das verlorene Hinspiel und das Duell um die Vorherrschaft im Kanton. Der TV Solothurn hielt gegen den HV Olten insgesamt gut mit, doch am Ende hatten erneut die Dreitannen-Städter die Nase vorn.


Gaudenz Oetterli


Nur drei Treffer machten beim Erklingen der Schlusssirene den Unterschied. Im Vergleich mit dem Hinspiel zeigte sich der TVS merklich verbessert, aber das 27:30-Endresultat war halt eben doch eine Niederlage. Den angestrebten Sieg im Kantonsduell hatten die Hauptstädter vor allem in den ersten dreissig Minuten im Blick. Nur in wenigen Momenten führte der HV Olten in der ersten Hälfte mit mehr als einem Tor, und Solothurn bot den Gästen aus dem unteren Kantonsteil jeweils Paroli.


Phasenweise war es gar das Heimteam, das in Führung lag, und zur Halbzeit wäre sogar ein Unentschieden drin gelegen. Wegen eines groben Fehlers in der Defensive, nur ein paar Augenblicke vor dem Pausenpfiff, war es jedoch Olten, das mit einer kleinen Länge Vorsprung (14:13) zum Pausentee schritt. Fast noch schlimmer als der Gegentreffer eine Sekunde vor der Pause war jedoch die zusätzlich vergebene Zweiminuten-Strafe der zwei Schiedsrichter, die auf beide Seiten extrem kleinlich pfiffen.


Zwei Spieler in absoluter Torlaune


Mit dem Handicap eines fehlenden Spielers mussten die Ambassadoren in die zweite Halbzeit steigen. Und da es sich dabei gerade noch um Abwehrchef Martin Beer handelte, machte sich die personelle Unterlegenheit schnell bemerkbar. Olten erzielte in dieser Strafzeit zwei Treffer, Solothurn keinen – und innert zwei Minuten lag eine Differenz von drei Toren zu Gunsten der Gäste vor. Der Ausfall von Martin Beer wog in diesem Spiel aber nicht nur aufgrund seiner Abwehrqualitäten schwer. Der Kapitän des TVS brillierte gegen Olten auch offensiv. Am Ende liess sich Beer sage und schreibe 13 Tore gutschreiben, also fast die Hälfte seines Teams. Vor allem vom Penaltypunkt zeigte er sich souverän (7/8). Sogar den verschossenen Siebenmeter versenke er im Nachschuss.


Dass die Oltner trotz dieser Leistung der TVS-Offensive mithalten konnte, lag daran, dass auch die Dreitannen-Städter einen 13-Tore-Mann in ihren Reihen hatten. Rückraumspieler Ilan Baumann stellte die Solothurner Deckung vor massive Probleme, traf elf Mal aus dem Spiel heraus und verwertete alle seine vier Penalties. Mit nur zwei Fehlwürfen überragte er gar noch TVS-Krösus Martin Beer.


Auch das Risiko bringt keine Wende mehr


Auch nach der Dreitore-Führung und abgelaufener Strafe nach der Pause erholte sich der TVS nicht. Bis zur 43. Minute verschliefen die Solothurner die zweite Halbzeit, erzielten nur gerade zwei eigene Treffer, während die Oltner im normalen Rhythmus einnetzten. Mit dem 15:21-Rückstand war die Vorentscheidung quasi gefallen. Erst in den letzten fünf Minuten, als TVS-Trainer Tatarinoff sein Team in eine offensive Deckung schickte und im Angriff sowohl Tempo wie Risiko erhöhte, arbeitete sich der TVS wieder Tor um Tor heran. Damit ein solches Unterfangen jedoch funktioniert, darf kein Fehler passieren. Aber je höher das Risiko, desto höher eben auch die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler passieren. Eine Zweiminuten-Strafe da, ein technischer Fehler dort und dazu noch ein zwei Fehlwürfe, und die Aufholjagd ist jäh vorbei. So geschehen auch beim TV Solothurn, der zwar bis zum Ende löblich kämpfte, aber am Ende zum zweiten Mal das Nachsehen hatte gegen einen souveränen HV Olten.


Foto: Urs Trösch


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