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Blogbeitrag

Biel war eine Nummer zu gross

Der TV Solothurn verliert sein letztes Spiel vor Weihnachten gegen den HS Biel deutlich mit 27:34. Die Ambassadoren kämpfen somit auch in der Rückrunde gegen den Abstieg. Biel indes darf sich nach dem Sieg alleiniger Wintermeister nennen.

 

Gaudenz Oetterli

 

Gute zehn Minuten konnte der TVS die Partie gegen Biel ausgeglichen gestalten und mit dem Favoriten mithalten – zwischenzeitlich waren die Solothurner sogar mal 3:2 in Führung. Doch je länger das Spiel dauerte, desto grösser wurde die Differenz. Nach dem Solothurner Ausgleich zum 5:5 ging Biel wieder in Front und schaffte es in den folgenden rund acht Minuten, das Heimteam zu distanzieren (5:9). Von diesem Rückschlag erholten sich die Ambassadoren während des restlichen Spiels nicht mehr.

 

Geschickt verwalteten die Seeländer ihren Vorsprung, zogen mal auf sechs, mal auf sieben Toren davon, und mussten sich nie gross vor einer Wende fürchten, wenn der Vorsprung wieder etwas schrumpfte. Zur Pause lagen sie nach wie vor beruhigend mit 16:11 vorne.

 

Gegen von der Weid ist kein Kraut gewachsen

 

Dabei profitierten die Bieler von der oft unklaren Linie der Schiedsrichter, die zwar keine krassen Fehlentscheide trafen, jedoch meist sehr kleinlich pfiffen. Dies kam dem TV Solothurn nicht entgegen, da die Gastgeber als Underdog und in Rückstand liegend körperlicher und aggressiver auftreten mussten. Die insgesamt sieben Zweiminutenstrafen und vor allem die acht Penalties gegen Solothurn erleichterten den Bielern die Aufgabe massgeblich.

 

Es gilt jedoch auch zu erwähnen, dass Biel-Topskorer Yann von der Weid alle acht Siebenmeter souverän verwertete, ein Kunststück, das Nerven erfordert und zuerst einmal vollbracht werden muss. Mit fünf weiteren Treffern, und somit 13 Toren insgesamt, ragte der beste Schütze der Gäste auch im Derby gegen Solothurn einmal mehr heraus. In der Liga-Rangliste der Torschützen kletterte der Bieler damit auf den zweiten Rang.

 

Kein Schiffbruch, aber ungemütlich ist’s allemal

 

Noch einen Platz weiter oben steht nach der Hinrunde sein Team, und darf sich somit Wintermeister der Erstliga-Gruppe 3 nennen. Vor den letzten Spielen der Hinrunde waren die Seeländer punktgleich mit Leader Visp (bestes Torverhältnis) und dem drittplatzierten Lausanne-Ville/Cugy. Da die Romands zum vierten Mal in Folge verloren und auch der KTV Visp gegen Aufsteiger Lyss überraschend als Verlierer vom Platz musste, grüsst der HS Biel zum Jahreswechsel vom obersten Treppchen.

 

Ganz anders der TV Solothurn: Zwar verloren die Aarestädter mit der jüngsten Niederlage keinen Platz in der Tabelle und stehen mit neun Punkten auf Rang acht. Aber mit dem Überraschungssieg gegen den Leader konnte Lyss punktemässig zu den Solothurnern aufschliessen. Und auch Wacker Thun 2 – noch vor zwei Wochen punktelos Letzter – rückt nach zwei Siegen näher an den TVS heran und befindet sich nun bereits auf dem ersten Barrage-Platz. Knapp dahinter folgt Chênois und Herzogenbuchsee mit null Punkten trägt die rote Laterne.

 

Der TV Solothurn bleibt in der Rückrunde also gefordert. Nach der durchzogenen ersten Saisonhälfte ist die Tatarinoff-Truppe weiterhin mit Abstiegssorgen konfrontiert. Die Solothurner müssen in der Rückrunde einen Zahn zulegen und endlich ihr volles Potenzial ausschöpfen. Nur so gelingt auch mal ein Sieg gegen einen Favoriten, der punktemässig doppelt wertvoll ist. Der Aufsteiger PSG Lyss hat es dem TVS jüngst vorgemacht.


Foto: Urs Trösch

ree

 
 
 

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