TVS ringt Pratteln nieder
- tvsolothurn
- vor 12 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Der TV Solothurn bezwingt mit dem TV Pratteln NS das Team der Stunde mit 34:31 und sichert sich damit zwei enorm wertvolle Punkte. Gegen ein individuell stark besetztes Pratteln zeigte der TVS Geduld, Widerstandskraft und vor allem eine markante Leistungssteigerung in der Defensive.
Andri Tatarinoff
Die Partie begann ausgeglichen. Beide Teams fanden Lösungen im Angriff, wobei der TVS deutlich mehr Aufwand betreiben musste, um zu seinen Toren zu kommen. Pratteln agierte effizienter und variabler. Besonders auffällig: Der gelernte Kreisläufer Cirill Spring, der an diesem Abend im Rückraum durchspielte, stellte den Innenblock des TVS immer wieder vor Probleme. Mit seiner Dynamik und Physis band er mehrere Gegenspieler, öffnete Räume – und suchte konsequent selbst den Abschluss. Am Ende standen 11 Treffer für ihn zu Buche, was ihn folgerichtig zum Bestplayer seines Teams machte.
In Schlagdistanz zur Pause
Nach rund zehn bis zwölf Minuten konnten sich die Gäste langsam absetzen. In der 18. Minute lag der TVS mit 10:13 im Hintertreffen und musste aufpassen, den Anschluss nicht zu verlieren. Trotz dieser Phase blieb der TVS ruhig. Die Angriffe wurden strukturierter vorgetragen, in der Defensive gelang es phasenweise besser, Zugriff zu bekommen. Bis zur Pause arbeiteten sich die Solothurner wieder heran – beim Stand von 15:17 war weiterhin alles offen.
Neue Impulse und wachsender Glaube
Zur zweiten Halbzeit stiess mit Silas Zeltner, direkt vom U19-Elite-Spiel kommend, zusätzliche Energie zur Mannschaft. Auf der 3er-Position brachte er mehr Beweglichkeit und Aggressivität ins Abwehrzentrum. Zunächst gehörte der Wiederbeginn dennoch Pratteln. Doch je länger die Partie dauerte, desto weniger Lösungen fanden die Gäste gegen die sich stetig steigernde TVS-Defensive. Dahinter avancierte Marco Strähl mit mehreren wichtigen Paraden zum sicheren Rückhalt.
Mit jeder gelungenen Aktion wuchs beim TVS die Überzeugung. Die Defensive stand kompakt, man half sich gegenseitig – und aus dieser Stabilität heraus entwickelte sich auch im Angriff neues Selbstvertrauen.
Verantwortung übernommen – Spiel gedreht
In der 43. Minute folgte die spielentscheidende Phase: Ein 4:0-Lauf brachte das Momentum endgültig auf die Seite des TVS. In dieser starken Phase übernahm Samuel Hubacher im Angriff viel Verantwortung. Der erfahrene Spielmacher lenkte das Geschehen mit Übersicht, traf kluge Entscheidungen und übernahm in den entscheidenden Momenten selbst den Abschluss. Die nun sattelfeste Verteidigung setzte zusätzliche Kräfte frei. Ballgewinne wurden konsequent genutzt, das Umschaltspiel funktionierte. Der TVS erspielte sich einen Vorsprung von zwei bis drei Toren.
Reife letzte Viertelstunde
In der letzten Viertelstunde blieb Solothurn konzentriert. Pratteln versuchte nochmals alles und stellte rund vier Minuten vor Schluss auf eine offensive Manndeckung um, um den Rhythmus des TVS zu brechen. Die Gastgeber wankten noch einmal kurz, liessen sich aber nicht mehr endgültig aus dem Konzept bringen und brachten den Vorsprung über die Zeit. So hiess es am Ende verdient 34-31 für die Ambassadoren.
Bemerkenswert: Ein auf dem Papier stärker einzuschätzendes Pratteln liess an diesem Abend in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz vermissen. Der TVS hingegen nutzte seine starke Phase kompromisslos – und rang das Team der Stunde mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung nieder.
Nun gilt es, den Fokus hochzuhalten. Bereits im nächsten Spiel wartet mit Wacker Thun 2 die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Will der TVS weiter punkten, braucht es erneut dieselbe Konsequenz in der Defensive, Geduld im Angriff und die volle Konzentration über 60 Minuten.
Foto: Urs Trösch





Kommentare