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Blogbeitrag

Eine Ohrfeige zum Saisonschluss

Es sollte ein würdiger Abschied werden und der Plan war, die Bieler im Derby noch etwas zu ärgern. Doch es wurde – vor allem in der ersten Halbzeit – eine ordentliche Klatsche für den TV Solothurn. Biel zeigte sich von Beginn weg absolut bereit und überrollte die Ambassadoren gleich mit einem 35:25-Stängeli.

 

Gaudenz Oetterli

 

Der TV Solothurn beendet die Saison auf dem sechsten Rang. Dies war am späten Samstagabend klar. Das Ziel, mit einem Sieg gegen Leader Biel noch einen Platz zu gewinnen und Olten zu überholen, scheiterte bereits in den ersten 30 Minuten der Partie zwischen Biel und Solothurn. Die Seeländer liessen von der ersten Sekunde an los wie die Feuerwehr, mit Entschlossenheit und hohem Tempo. Die Gäste waren davon sichtlich beeindruckt. Rund acht Minuten schafften sie es mit Ach und Krach, an den entfesselten Bielern dranzubleiben (5:4). Doch als die ersten Fehlwürfe des TVS kamen, und Biel-Keeper Pascal Riesen immer mehr Bälle parierte, war es um die Ambassadoren geschehen.

 

Zur Pause ist bereits alles klar

 

Die abgewehrten Bälle sorgten denn auch für ein weiteres Problem auf Solothurner Seite. Neben der Tatsache, dass Fehlwürfe resultatmässig wenig bringen, nutzten die Berner die Ballgewinne umgehend für Tempogegenstösse. Mit Höchstgeschwindigkeit rollte Angriff um Angriff über die gegnerische Abwehr, die sich zunehmends überfordert zeigte. Biel attackierte nicht nur schnell, sondern auch richtig gut, immer in die Schnittstelle zwischen zwei Solothurner Defensivleuten, die gar keinen Zugriff fanden und meist einen Schritt zu spät waren. Nach knapp 20 Minuten war der TVS bereits vorentscheidend distanziert, Biel führte zu diesem Zeitpunkt mit 14:5.

 

Das Zwischenresultat zeigte auch, dass die TVS-Offensive nach den Startminuten schnell und stark abbaute. Immer wieder scheiterte die Truppe von Trainer Andri Tatarinoff am gegnerischen Torhüter Pascal Riesen, der mit einer sagenhaften Haltequote von 53 Prozent in die Pause ging. Seine Teamkameraden freuten sich mit ihm und über einen deutlichen Vorsprung von 18:8.

 

Klare Steigerung nach dem Seitenwechsel

 

In der Solothurner Kabine dürfte die Stimmung wesentlich gedrückter gewesen sein. Ob es dabei laut wurde, ist nicht überliefert, aber mit Sicherheit werden Sätze gefallen sein wie «zeigt in der zweiten Halbzeit noch etwas Einsatz» oder «es geht auch noch um die Ehre». Denn schliesslich war es das Derby gegen Biel. Und in solch einem Duell will sich keine Seite die Blösse geben, komplett abgeschlachtet zu werden.

 

Und tatsächlich war die Körpersprache der Solothurn nach dem Seitenwechsel eine komplett andere. Nun waren es die Gäste, die mit vollem Tempo und Ehrgeiz in die Angriffe stiegen. Sie attackierten die Bieler mit ihren eigenen Waffen vom Start der Partie und die Seeländer zeigten sich durchaus überrascht, dass der TVS mit so viel Elan aus der Pause kam, schien doch der Widerstand mit der hohen Führung bereits gebrochen.

 

Versöhnlicher Abschluss in der vorderen Tabellenhälfte

 

Am grundsätzlichen Spielverlauf änderte die Motivation der Solothurner natürlich nichts mehr. Biel verstand es, den Vorsprung zu verwalten. Dennoch waren die zweiten 30 Minuten psychologisch wichtig für den TVS. Einerseits für die mitgereisten Fans, bei denen der Auftritt in der ersten Halbzeit für Kopfschütteln sorgte. Andererseits aber auch für das Team, denn mit dem 17:17-Untentschieden in der zweiten Hälfte lieferte die Mannschaft den Beweis, dass gegen einen starken Gegner doch etwas möglich wäre.

 

Der Jubel nach dem Spiel gehörte dem Heimteam, das sich von der grossen Publikumskulisse feiern liess. Biel sicherte sich mit dem Sieg die Teilnahme an den Aufstiegsspielen. Für den TV Solothurn hingegen ist die Saison zu Ende. Später am Abend war dann auch klar, dass der TVS den sechsten Rang halten konnte, da das punktgleiche Lausanne-Ville/Cugy seine Partie verlor. Nach den Rängen acht und sieben in den beiden Vorjahren bedeutet dies eine weitere Steigerung und zum ersten Mal eine Klassierung in der oberen Tabellenhälfte. Diese positive Bilanz sollte Motivation genug sein für die spielfreie Zeit und danach die Vorbereitung auf die nächste Saison – und die Fortsetzung des jährlichen Aufwärtstrends.


Foto: Urs Trösch


 
 
 

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