Derbyzeit – Solothurn will heute Abend Revanche gegen Olten
- tvsolothurn
- 21. Jan.
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Wenn der TV Solothurn heute Abend auf den HV Olten trifft, ist alles angerichtet für ein intensives Kantonsderby. Emotionen, hoffentlich volle Ränge und ein Gegner in Form – es sind genau diese Spiele, die den Reiz ausmachen. Für die Ambassadoren geht es dabei um mehr als nur zwei Punkte: Es geht um Stolz, um Revanche und darum, weiter Boden nach oben gutzumachen.
Andri Tatarinoff
Das Hinspiel ist in der Eisenbahnerstadt noch bestens in Erinnerung – leider aus schmerzlicher Sicht. Solothurn verlor die Partie nur hauchdünn, bezahlt hat man sie aber gleich doppelt. Bereits nach wenigen Minuten riss sich Jungtalent Flurin Scartazzini das Kreuzband und fällt seither für die gesamte Saison aus. Eine bittere Szene, die das Derby früh überschattete und den TVS bis heute begleitet.
Olten reist mit breiter Brust an. Drei Siege in Serie haben das Selbstvertrauen der Gäste spürbar gestärkt. Auffällig ist dabei vor allem die Spielweise der Oltner: viele junge, wendige Akteure, stark im Eins-gegen-Eins und mit viel Mut im Abschluss. Defensiv zeigen sie sich variabel und diszipliniert – sowohl die 5-1-Deckung als auch das kompakte 6-0-System beherrschen sie sicher. Im Angriff agiert Olten phasenweise mit vier Rückraumspielern, was viel Bewegung und Tiefe ins Spiel bringt. Der Fixpunkt bleibt dennoch Routinier Illan Baumann. Der Topskorer zieht die Fäden, übernimmt Verantwortung in entscheidenden Momenten und ist nach wie vor die zentrale Figur im Oltner Offensivspiel.
Beim TV Solothurn fehlt weiterhin ein Teil des Stammpersonals. Neben Scartazzini stehen auch Zeltner und Trösch nicht zur Verfügung. Dennoch reist man mit neuem Selbstvertrauen ins Derby. Der überraschende Auswärtssieg zuletzt in Lausanne hat gezeigt, dass die Ambassadoren auch unter schwierigen Voraussetzungen bestehen können – wenn Einsatz, Konsequenz und Überzeugung stimmen.
Gerade gegen einen Gegner wie Olten wird es für Solothurn entscheidend sein, die Eins-gegen-Eins-Stärke der Gäste früh zu unterbinden und in der Offensive Lösungen gegen die variablen Deckungssysteme zu finden. Gelingt es, das Tempo hochzuhalten und die Emotionalität des Derbys in positive Energie umzuwandeln, ist die Chance auf die erhoffte Revanche mehr als nur vorhanden.
Ein Derby schreibt bekanntlich seine eigenen Gesetze. Für den TV Solothurn ist klar: Heute Abend bietet sich die Gelegenheit, die knappe Hinspielniederlage vergessen zu machen – und den nächsten Schritt nach vorne zu gehen.
Foto: Urs Trösch





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