Deutliche Niederlage in Visp – TVS verliert mit 23:33
- tvsolothurn
- vor 7 Tagen
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Der TV Solothurn muss im Auswärtsspiel gegen den KTV Visp eine klare 23:33-Niederlage (19:10) hinnehmen. Nach zwei starken Auftritten gegen Olten und Lausanne-Ville/Cugy fanden die Ambassadoren im Wallis nie richtig ins Spiel und blieben über weite Strecken hinter ihren Möglichkeiten zurück.
Andri Tatarinoff
Schon früh zeigte sich, dass es für die Aarestädter ein schwieriger Abend werden würde. In der Startphase haderte Solothurn auffällig oft mit den übers ganze Spiel eher einseitigen Entscheidungen der Schiedsrichter, verlor dadurch den Fokus auf das eigene Spiel und liess sich emotional zu stark beeinflussen. Anstatt die Energie in Zweikämpfe und Laufbereitschaft zu investieren, verzettelte man sich zu häufig in Diskussionen – ein Umstand, der dem abgeklärt auftretenden Heimteam in die Karten spielte.
Besonders die Karlen-Brüder drückten dem Spiel früh ihren Stempel auf. Mit viel Durchschlagskraft, Übersicht und Konsequenz zwangen sie den Solothurnern ihr Spiel auf und nutzten die fehlende Aggressivität in der TVS-Defensive konsequent aus. Während Visp Tempo, Tiefe und Entschlossenheit an den Tag legte, blieb Solothurn in den direkten Duellen zu passiv – ein deutlicher Unterschied zu den zuvor gezeigten Leistungen im Derby gegen Olten und beim Sieg in Lausanne.
Die erste Halbzeit verlief aus Sicht der Ambassadoren entsprechend enttäuschend. In der Defensive fehlte der Zugriff, die Zweikämpfe wurden nicht mit der nötigen Härte geführt und im Angriffsspiel mangelte es an Klarheit und Überzeugung. Visp nutzte diese Schwächen gnadenlos aus und setzte sich bis zur Pause bereits deutlich auf 19:10 ab.
Der TVS wahrt die Ehre in Durchgang zwei
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der TVS bemüht, das Gesicht zu wahren und das Spiel ausgeglichener zu gestalten. Phasenweise gelang dies auch, doch der Rückstand war zu gross, um nochmals ernsthaft Druck aufbauen zu können. Näher als auf 6 Tore Differenz gelang es dem TVS nicht mehr, den Wallisern auf die Pelle zu rücken. Visp spielte die Partie routiniert zu Ende und liess keinen Zweifel am verdienten Heimsieg aufkommen.
Trotz der klaren Niederlage besteht für die Solothurner kein Grund zur Panik. Nach den zuletzt positiven Auftritten darf dieses Spiel als Ausrutscher eingeordnet werden. Entscheidend wird sein, die richtigen Lehren daraus zu ziehen – insbesondere im Umgang mit schwierigen Spielsituationen und äusseren Einflüssen.
Nun folgt eine zweiwöchige Pause, ehe der TV Solothurn im nächsten wichtigen Auswärtsspiel auf die PSG Lyss trifft. Bei diesem Derby handelt es sich um ein klassisches 4-Punkte-Spiel, denn beide Teams gehören zur direkten Konkurrenz im Kampf um den achtten Tabellenplatz. Umso entscheidender wird es für die Ambassadoren sein, aus der Niederlage in Visp die richtigen Schlüsse zu ziehen und im kommenden Duell wieder jene Konzentration, Zweikampfhärte und Reife auf das Feld zu bringen, die sie in den Partien gegen Olten und Lausanne ausgezeichnet haben.
Foto: Urs Trösch





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