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Kann der TV Solothurn die Flaute beenden?

Nach zuletzt zwei enttäuschenden Niederlagen wurde der Besatzung des TVS-Flaggschiffs eine Woche Landgang gewährt. Diesen konnten die Spieler nutzen, um in sich zu gehen und über die eigene Leistung zu sinnieren, oder man gab sich der Fasnacht hin und löschte die unliebsamen Erinnerungen aus. Doch nun müssen die Solothurner wieder klar Schiff machen, denn die Ambassadoren reisen im kommenden Duell zu keinem Geringeren als dem Leader der Erstliga-Gruppe, Handball Bern.


Gaudenz Oetterli


Noch vor einem Jahr segelten die meisten Spieler von Handball Bern noch unter Solothurner TVS-Flagge. Damals kämpften sie gegen den Abstieg aus der NLB, doch nach mehreren Breitseiten sollte dieser Kampf nicht von Erfolg gekrönt sein. Dieses Jahr hat der BSV Bern ein eigenes Schiff für seine Perspektivspieler gebaut. Neben dem Flaggschiff in der NLA wollen die Berner möglichst bald eine schlagkräftige Eskorte in der zweithöchsten Liga etablieren. Dazu muss das Erstliga-Team jedoch erst einmal aufsteigen. Die Berner befinden sich zwar auf gutem Weg dazu, schliesslich thronen sie in der Tabelle zuoberst. Doch für den tatsächlichen Aufstieg sind noch einige erfolgreiche Schlachten notwendig.


Berner nicht mehr makellos


Wer sich durch den Dunst der Fasnacht noch erinnern kann, der weiss, dass der TV Solothurn unlängst zweimal verloren hatte, gegen Biel und gegen Wacker Thun. Eine Niederlage gegen die Seeländer kann vorkommen und geht noch in Ordnung, schliesslich haben die Bieler aktuell einen regelrechten Lauf, der sie auf Platz zwei in der Liga katapultierte. Die Schlappe gegen die Oberländer hingegen war gleichermassen unnötig wie blamabel. Die Jungs von Trainer Andri Tatarinoff waren an jenem Abend schlicht nicht auf der Höhe des Geschehens und erhielten einen ordentlichen Schuss vor den Bug.


Nach dem fasnächtlichen Landgang und einem Wochenende Pause folgt nun also das Duell gegen den gut ausgestatteten Schlachtkreuzer aus Bern. Im Hinspiel vermochte die kleine TVS-Fregatte die Berner noch lange zu ärgern, und beinahe hätten die Ambassadoren den Hauptstädtern die erste Saisonniederlage zugefügt. Doch am Ende setzte sich Bern mit 26:24 durch und spielte die perfekte Hinrunde mit elf Siegen aus elf Spielen. In der Rückrunde hingegen musste der Topfavorit der Gruppe jedoch bereits zwei Mal Federn lassen. Sowohl gegen Nyon wie auch im Kantonsderby gegen Biel setzte es für die erfolgsverwöhnten Berner Niederlagen ab.


TVS-Deckung muss wieder zulegen


Dennoch ist klar, dass es für den TV Solothurn eine Mammutaufgabe sein wird, gegen die Berner Perspektivmannschaft zu bestehen. Mit den zweitmeisten erzielten Toren und dazu der ebenfalls zweitbesten Verteidigung ist der Berner Kreuzer der Solothurner Fregatte punkto Bewaffnung und Panzerung klar überlegen. Zudem treten die Berner in heimischen Gewässern an.


Beim TVS hingegen musste man in letzter Zeit feststellen, dass das Prunkstück seines Spiels – der Defensivverbund – seit einiger Zeit nicht mehr so prunkvoll zu glänzen vermag. In der Hinrunde blieb Solothurn in sechs von elf Spielen unter 25 Gegentoren. Doch aktuell in der Rückrunde gelang dies nur in einem von sechs Spielen, und das war gegen Vevey, welches nicht das Niveau dieser Liga hat. Und sogar gegen die abgeschlagenen Westschweizer kassierte der TVS fünf Treffer mehr (18) als noch im Hinspiel (13). Skipper Andri Tatarinoff und seine Matrosen müssen also einen Weg finden, die Panzerung der TVS-Fregatte schleunigst wieder auf Vordermann zu bringen. Ansonsten werden sie vom Berner Schlachtkreuzer unter dem Kommando von Tim Weber in Stücke geschossen.


Die Partie Handball Bern U23 – TV Solothurn findet statt am 17. Februar 2024 um 17.00 Uhr in der Mobiliar Arena in Gümligen. Das Spiel kann im Livestream verfolgt werden, der Link dazu ist auf unseren Social Media Accounts zu finden.


Foto: Urs Trösch


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