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Blogbeitrag

Das Derby der direkten Verfolger

Einen Sieg mehr hat Solothurn auf dem Konto im Vergleich mit Lyss. Die Seeländer spielten dafür einmal mehr Unentschieden. In der Zwischenabrechnung sind die beiden regionalen Kontrahenten in der Tabelle somit lediglich einen Punkt auseinander. So eng wie die Tabellenlage dürfte auch das Derby diesen Samstag werden. 

 

Gaudenz Oetterli

 

Im Hinspiel Anfang Oktober resultierte für den TV Solothurn der erste Sieg der Saison. Nach zuvor drei Niederlagen, zwei davon nur mit einem Treffer Unterschied, schossen sich die Aarestädter gegen die PSG Lyss in der eigenen Halle regelrecht den Frust von der Seele. Gleich mit 34:22 wurde der Aufsteiger abgefertigt. Solothurn holte die ersten beiden Punkte und überholte Lyss.

 

Seit dieser herben Klatsche haben die Berner eine beachtliche Resultat-Entwicklung durchgemacht. Als Aufsteiger liegen sie momentan mit zwölf Punkten auf Platz neun der Liga, mit einer klaren Differenz von sechs Punkten auf einen Barrageplatz – eine beachtliche Debutsaison in der Erstliga. Auffällig ist dabei, dass die Seeländer die Basics gut machen. Sie schlagen die Teams, die hinter ihnen liegen – Chênois, Wacker Thun und Herzogenbuchsee – während sie gegen Mannschaften vor ihnen stets gefährlich bleiben und für die ein oder andere Überraschung sorgen.

 

Die Abstiegsgefahr ist bei beiden Team noch nicht gebannt

 

So gelang es den Lyssern kurz vor Weihnachten sogar, den damaligen Co-Leader Visp zu unterwerfen. Gegen Teams wie Lausanne-Ville/Cugy, das lange Leader war, und gegen Nyon, sicherten sich die Berner bei den Unentschieden auch jeweils einen Punkt. Ganz frei von Abstiegssorgen ist die Pfadi-Sport-Gruppe aber trotz Sechs-Punkte-Vorsprung nicht. Denn gerade Chênois zeigt sich in der letzten Zeit extrem stark und könnte es schaffen, den neunten Rang noch zu attackieren. Oder auch Wacker Thun, das mit seiner NLA-Mannschaft und Steffisburg in der NLB noch die Möglichkeit hat, starke Spieler in der Erstliga einzusetzen.

 

Da Solothurn nur gerade einen Zähler vor Lyss liegt, gilt die gleiche Risikolage natürlich auch für die Ambassadoren. Diese enge Ausgangslage und die drohende Gefahr von hinten dürfte bei beiden Teams für die notwendige Nervosität sorgen, dass nicht alles im Spiel wie am Schnürchen klappt. Druck sorgt für Fehler und Fehler für ein enges und spannendes Spiel.

 

Die Entscheidung fällt in der Offensive

 

Aufgrund der letzten Resultate und der Entwicklung der beiden Teams im Verlauf der Saison ist nicht zu erwarten, dass die Solothurner wieder quasi unbehelligt auftrumpfen können. Der Schlüssel zum Erfolg liegt für den TVS für einmal im Angriff. Denn die PSG Lyss lässt im Schnitt pro Spiel über 33 Gegentore zu. Mehr als einmal wurde ihnen diese löchrige Abwehr in dieser Saison zum Verhängnis. Kann der TV Solothurn diese Schwäche ausnützen, stehen die Zeichen gut, dass die Aarestädter den direkten Verfolger in der Tabelle etwas distanzieren können. Und als Bonus gäbe es dazu gleich noch ein beruhigenderes Polster auf die Barrage-Plätze.


Foto: Urs Trösch


 
 
 

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