Derby-Sieg in 49 Minuten
- tvsolothurn
- vor 16 Stunden
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Solothurn gewinnt auch das Auswärtsspiel gegen Lyss, deutlich mit 31:25. Dabei sah es zu Beginn so aus, als möchte der TVS gar nicht an diesem Derby teilnehmen. Ganze elf Minuten lang wollte den Ambassadoren nämlich kein einziger Treffer gelingen.
Gaudenz Oetterli
Parade, technischer Fehler und dann gleich vier Würfe neben das Tor, darunter sogar ein Penalty. Als Bonus gab es obendrauf noch eine Zweiminuten-Strafe. Es war schon fast episch schlecht, was der TV Solothurn in den ersten elf Minuten gegen Lyss zeigte. Sehr zur Freude des Lysser Publikums, das die Startphase ordentlich feiern konnte. Ihre Farben dominierten das Derby.
Dennoch führten die Seeländer trotz Solothurner Totalausfall nur gerade mit 5:0, ehe den Gästen der erste Treffer gelang. Denn auch die Berner sündigten im Abschluss reihenweise und hatten ebenfalls vier Fehlschüsse zu verzeichnen. Und während die Aarestädter sich langsam eingeschossen hatten, schleppte Lyss seine Abschlussprobleme tiefer ins Spiel hinein. Immer wieder scheiterten die Gastgeber am eigenen Unvermögen, denn die meisten Würfe kamen noch nicht einmals aufs Tor. Uns so kam es, wie es kommen musste. Der TVS holte Treffer um Treffer auf und ging bereits nach 21 Minuten zum ersten Mal in Führung.
Solothurn wird stärker und lässt nichts mehr anbrennen
Spätestens ab diesem Moment dürfte auch dem kritischsten, mitgereisten Solothurner Fan die anfängliche Skepsis verflogen sein. Lyss hielt zwar bis zur Pause einigermassen gut mit, doch es kam niemals mehr das Gefühl auf, dass die Seeländer die Partie wieder an sich reissen könnten. Sollte Solothurn nicht wieder in eine Fehlerorgie stürzen, war eigentlich klar, wer die beiden Punkte holt.
Der TV Solothurn war stets gefährlich, egal, wer gerade den Ball hatte. Am Ende konnte sich – mit Ausnahme der Torhüter und eines nicht eingesetzten Spielers – jeder im Team des TVS als Torschütze notieren lassen. Die PSG Lyss hingegen war extrem abhängig von ihrem Spielmacher Nicolas Weidmann. Sobald dieser Geschwindigkeit aufgenommen hatte, war er kaum mehr zu stoppen. Seine Nebenleute hingegen erzeugten nicht den gleichen Druck. Im Gegenteil, vor allem die Flügelspieler versiebten gleich mehrere gute Chancen.
Mit jedem Fehlschuss von Lyss verstrichen wieder wertvolle Sekunden und der TV Solothurn konnte seine Führung stetig ausbauen, da er am Ende deutlich weniger Fehler beging. Nach gut 49 Minuten erhöhten die Ambassadoren erstmals auf sechs Tore Differenz (19:25). Und da sie die letzten elf Minuten wesentlich besser auftraten, als die ersten elf, kamen sie nie mehr in Gefahr, den Sieg noch zu verspielen. So reichten am Ende 49 skorende Minuten für den wichtigen Derby-Sieg.
Foto: Urs Trösch





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