Dieses Mal behält der TVS die Nerven
Der TV Solothurn zeigt im ersten Meisterschafts-Heimspiel die gewünschte Reaktion. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie gegen Lausanne-Ville/Cugy behalten die Ambassadoren in der entscheidenden Phase einen kühlen Kopf und feiern mit dem 29:25 die ersten beiden Punkte der neuen Saison.
Fridolin Oesterlee
Nach der bitteren Auftaktniederlage in Birsfelden wollte der TV Solothurn im heimischen CIS eine Reaktion zeigen. Mit Lausanne-Ville/Cugy wartete ein Gegner, mit dem sich die Aarestädter in den vergangenen Jahren regelmässig umkämpfte Duelle geliefert hatten.
Und auch dieses Aufeinandertreffen entwickelte sich zu einer engen Angelegenheit. Keine der beiden Mannschaften schaffte es in der ersten Halbzeit, sich entscheidend abzusetzen. Gute Phasen wechselten sich auf beiden Seiten ab und entsprechend ausgeglichen präsentierte sich auch das Resultat: Beim Stand von 13:13 ging es in die Garderoben.
Die Lehren aus Birsfelden gezogen
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange offen. Lausanne liess sich nicht abschütteln und zwang die Solothurner dazu, bis in die Schlussphase um den ersten Meisterschaftssieg zu kämpfen.
In den letzten zehn Minuten gelang es dem TVS dann zunehmend, das Spiel auf seine Seite zu ziehen. In der entscheidenden Phase blieben die Ambassadoren konzentriert, fanden weiterhin ihre Lösungen und erspielten sich erstmals einen etwas deutlicheren Vorsprung. Anders als noch eine Woche zuvor in Birsfelden folgte darauf kein Einbruch mehr. Solothurn behielt die Kontrolle und setzte sich schliesslich mit 29:25 durch. Damit durften die Aarestädter vor heimischem Publikum die ersten beiden Meisterschaftspunkte der neuen Saison feiern.
Erfreuliches Comeback
Neben dem Sieg gab es aus Solothurner Sicht einen weiteren Grund zur Freude. Flurin Scartazzini stand nach langer Verletzungspause erstmals wieder in einem Pflichtspiel für die erste Mannschaft auf dem Feld. Der Rückraumspieler hatte sich im vergangenen August einen Kreuzbandriss zugezogen und war seither ausgefallen.
Mit seiner Rückkehr erhält der TVS gleichzeitig eine zusätzliche Option im Rückraum. Als Linkshänder auf der rechten Seite bringt Scartazzini ein Spielerprofil mit, das den Solothurnern während seiner langen Abwesenheit gefehlt hatte.
Am Donnerstag wartet das Cup-Derby
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt den Aarestädtern nicht. Bereits am Donnerstag, 17. September, steht im CIS der nächste Ernstkampf an. In der nächsten Runde des Mobiliar-Cups empfängt der TV Solothurn den HS Biel Bienne.
Nachdem der TVS in der ersten Runde mit der HSG Siggenthal/Baden-Endingen einen NLB-Vertreter aus dem Wettbewerb werfen konnte, wartet nun ein bestens bekannter Gegner. Die Bieler spielen in derselben Meisterschaftsgruppe und erwiesen sich in den vergangenen Jahren immer wieder als harter Kontrahent.
Dieses Mal geht es allerdings nicht um Meisterschaftspunkte, sondern um den Einzug in die nächste Cuprunde. Mit dem ersten Ligasieg im Rücken dürfte der TVS mit entsprechendem Selbstvertrauen in das Duell gehen.
Foto: Till Hunziker





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