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Blogbeitrag

Jetzt muss ein Sieg her

vor 11 Minuten
2 Min. Lesezeit

Mit dem bisherigen Verlauf der Saison kann der TV Solothurn eigentlich recht zufrieden sein – und doch irgendwie auch nicht. Die mauen Resultate in der Meisterschaft kann die etwas zurückliegende, schöne Cup-Kampagne mittlerweile nicht mehr übertünchen. Dafür braucht es schon einen Sieg im kommenden Meisterschaftsspiel, vor allem weil mit Leimental der bisher punktelose Tabellenletzte in Solothurn zu Gast ist.

 

Gaudenz Oetterli

 

Der TVS hat sich für die aktuelle Spielzeit mit dem vierten Tabellenplatz ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Diesen Anspruch angemeldet hat vor allem das Team selbst. Und beim Blick auf den Kader, der viel Erfahrung, Talent und individuelle Spielklasse aufweist, ist es durchaus realistisch, dass die Solothurner die Saison im ersten Drittel der Tabelle abschliessen.

 

Nun ist es aber auch so, dass die Mannschaft an ihrem eigenen Erfolgsanspruch gemessen wird. Wer «Top 4» ansagt, der wird in jedem Spiel danach beurteilt, wie er gegen den jeweiligen Gegner abschneidet. Nach den ersten Spielen gibt es in der Tabelle bereits eine klare Struktur. WEST Crissier und Visp haben alle ihre sechs Spiele gewonnen, Absteiger Birsfelden nur eines davon verloren. Das Podest scheint also bereits vergeben. Biel kommt nach dem Neustart mit jungem Personal schwächer daher als die letzten Jahre, Pratteln hingegen scheint nach verpatztem Start ebenfalls noch immer sehr stark.

 

Durchzogene Bilanz gegen Mittelfeld-Teams

 

Von den genannten Teams, die um die besten Vier in der Liga kämpfen, ist der TV Solothurn bisher lediglich gegen Birsfelden im Direktduell angetreten, und hat knapp verloren. Die anderen vier Gegner in der Meisterschaft waren allesamt Mannschaften, die nicht ganz vorne zu erwarten sind – und ergo mit dem Anspruch der Ambassadoren geschlagen werden müssten. Dennoch hat der TVS gegen Lyss (29:29) und auswärts gegen RG Nyon (28:30) nur einen Punkt geholt.

 

Aktuell befindet sich Solothurn mit fünf Punkten aus ebenso vielen Spielen somit noch gar nicht an dem Punkt, an dem der Klub Ende Saison stehen will. Niederlagen gegen die Topteams mag es leiden, gegen diejenigen aus dem Mittelfeld und tiefer hingegen nicht. Da müssen Siege her. Mit Handball Leimental ist diesen Samstag ein solcher Gegner zu Gast in Solothurn.

 

Lasst den Worten Taten folgen

 

Der letztjährige Aufsteiger sah in der noch jungen Erstliga-Saison bisher noch kein Land. Vier deutliche Niederlagen aus vier Spielen. Das knappste Duell ging mit neun Toren Differenz verloren, gegen Visp setzte es gar eine 18-Tore-Klatsche (23:41) ab. Für den TV Solothurn ist gegen Leimental ein Sieg daher absolute Pflicht. Und in Anbetracht der bisherigen Resultate der Baselbieter sollte es ein deutlicher Sieg sein. Ein enges Spiel und ein knappes Endresultat würde der Tabellenlage, der Stärke der Teams und dem Anspruch der Solothurner nicht gerecht.

 

Natürlich ist es im Sport immer doppelt schwierig, wenn man unter Zugzwang steht und gewinnen muss. Aber wer sich selbst hohe Ziele steckt, muss auch liefern. Oder wie der Ami sagt: put your money where your mouth is. Eine Ansage machen kann jeder, diese dann aber in die Tat umsetzen, das ist die Kunst. Gegen Schlusslicht Leimental hat der TV Solothurn die Gelegenheit, seinen Worten Taten folgen zu lassen.


Foto: Urs Trösch


 
 
 

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