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Blogbeitrag

Kann der TVS den Lauf von Pratteln stoppen?

Im nächsten Spiel prallen im heimischen CIS der TV Solothurn und der TV Pratteln aufeinander. Die Solothurner zeigten zuletzt starke Tendenzen, die Baselländer sogar überragende mit dem Sieg auswärts gegen Leader Biel. Ob die Aarestädter gegen ein starkes Pratteln erfolgreich sein können, hängt zu einem grossen Teil von der TVS-Defensive ab.

 

Gaudenz Oetterli

 

Vor einigen Jahren lief im Fernsehen ein Werbespot, in dem ein Mann im vollen Sprint gegen eine Betonwand lief. «Auch ein Aufprall mit 30 km/h kann sie töten», war die Botschaft und diente der Unfallverhütung. Ziel war es, Leute zu animieren, auch im Langsamverkehr oder bei anderen Aktivitäten den Kopf zu schützen und Helme zu tragen. Die Kampagne war erfolgreich, auf dem Velo, auf Kickboards, auf der Skipiste, überall wo eine Gefährdung der Gesundheit besteht, tragen die allermeisten Leute heutzutage einen Helm.

 

Für den TV Solothurn hat dieser Werbespot im nächsten Duell eine metaphorische Bedeutung. Dabei sind es aber nicht die Solothurner, die den Helm tragen sollten. Will der TVS gegen den Tabellenzweiten Pratteln – punktgleich mit Leader Biel – erfolgreich sein, dann müssen die Ambassadoren nicht der Sprinter im Spot sein, sondern die Betonwand. Denn die Baselbieter sind diejenigen im Vollspurt. Sieben Siege in Serie reihten sie zuletzt aneinander und liegen damit aktuell auf einem Aufstiegsrundenplatz.

 

Ein Gegner, der den Solothurnern nicht liegt

 

Die Resultate der jüngsten Direktduelle dieser beiden Mannschaften dürften die Solothurner nicht unbedingt zuversichtlich stimmen. Denn Pratteln ist offenbar ein Team, das den Ambassadoren nicht liegt. In den letzten zwei Saisons begegneten sich Solothurn und Pratteln drei Mal, jedes Mal hiess der Sieger Pratteln. Die Solothurner erzielten zwar zweimal 31 und einmal 32 Tore, aber mit 38, dann 40 und zuletzt 39 Gegentreffern wurden die Aarestädter jeweils förmlich überrannt.

 

Eines ist also klar: Ist die TVS-Abwehr im kommenden Spiel ein weiteres Mal nur ein Papierposter einer Betonwand, dann wird die Truppe von Trainer Andri Tatarinoff zum vierten Mal in zwei Jahren vom Pratteler Sprinter zerrissen, und die Baselbieter bräuchten dafür noch nicht einmal einen Kopfschutz. Daher muss es das Ziel der Solothurner sein, dass der Gegner aus dem Baselland endlich einmal einen Helm aufsetzen muss, weil auf der anderen Seite eine echte Betonwand steht.

 

Die Abwehr muss auch gegen Pratteln endlich ihre Leistung bringen

 

Schaffen es die Ambassadoren, acht oder sogar zehn Tore weniger zu kassieren, was mit aktuellen Deckung eigentlich möglich sein sollte, stehen die Chancen gut, dass Solothurn das Spiel eng gestalten kann. Eine leichte Aufgabe wird dies aber sicherlich nicht. Bisher haben es in dieser Saison nur gerade drei Teams geschafft, die Offensivkräfte aus Pratteln auf unter 32 Treffer zu halten – Visp, WEST Crissier und Lausanne-Ville/Cugy. Alle diese drei Teams gehörten zum Zeitpunkt ihrer Spiele gegen Pratteln zu den besten vier Abwehrreihen der Liga. Sie waren die Nummer eins (WEST Crissier), drei (Visp) und vier (Lausanne-Ville/Cugy) in Bezug auf die wenigsten Gegentreffer. Es fehlt also nur noch die zweitbeste Abwehr, der dies auch gelingt. Und diese zweitbeste Betonwand der Liga stellt der TV Solothurn.


Foto: Urs Trösch


 
 
 

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