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Blogbeitrag

Mit Kampf und starker Defensive zum Auswärtssieg

vor 12 Minuten
3 Min. Lesezeit

Schön war es nicht immer, umkämpft dafür umso mehr. Der TV Solothurn setzt sich auswärts gegen den starken Aufsteiger Nyon La Côte mit 27:25 durch und holt damit die nächsten beiden Meisterschaftspunkte. Entscheidenden Anteil daran haben eine starke Solothurner Defensive und ein überragender Taro Diethelm im Tor.


Fridolin Oesterlee


Die Reisen nach Nyon waren für den TV Solothurn in den vergangenen Jahren nur selten von Erfolg gekrönt. Auch am vergangenen Wochenende deutete zunächst wenig darauf hin, dass sich daran etwas ändern würde. Die Aarestädter erwischten gegen Nyon La Côte einen schwierigen Start und gerieten zwischenzeitlich mit 4:9 in Rückstand.


Davon liessen sich die Ambassadoren allerdings nicht aus der Ruhe bringen. Solothurn kämpfte sich zurück in die Partie und konnte den Rückstand bis zur Pause auf zwei Treffer reduzieren. Mit einem 11:13 aus Sicht des TVS ging es in die Garderoben.


Handballerisch bot die Partie zwar nicht immer höchste Qualität, dafür mangelte es weder an Intensität noch an Emotionen. Sinnbildlich dafür stand eine Szene in der 25. Minute: Nach einem Gesichtstreffer sah Nyon’s Edwin Antoine die direkte rote Karte, was die ohnehin aufgeheizte Stimmung in der Halle zusätzlich anfachte.


Solothurner Defensive stellt Nyon vor Probleme


Vor allem im Positionsangriff biss sich der Aufsteiger an der Solothurner Defensive immer wieder die Zähne aus. Im Sechs-gegen-Sechs fanden die Westschweizer kaum Lösungen und kamen vorwiegend über ihr Tempospiel zu Toren. Hinzu kamen einige zweite Bälle und Abpraller, die doch noch den Weg ins Solothurner Tor fanden.


Und wenn Nyon die Abwehr einmal überwunden hatte, wartete dahinter ein überragend aufgelegter Taro Diethelm. Der Solothurner Schlussmann parierte 16 der 41 Würfe auf sein Tor und kam damit auf eine starke Abwehrquote von rund 40 Prozent. Mehrfach zeichnete er sich mit spektakulären Paraden aus und hielt die Solothurner Mannschaft damit insbesondere in schwierigen Phasen im Spiel.


Nicht selten wurde aus einer Parade wenige Sekunden später sogar ein Solothurner Treffer. Immer wieder suchte der Torhüter nach seinen Paraden mit einem direkten Gegenstosspass Silas Zeltner. Der Flügelspieler erwies sich dabei als äusserst treffsicher und war mit zehn Toren bei 13 Versuchen der erfolgreichste Solothurner Torschütze.


Kampf bis in die letzten Minuten


Offensiv lief bei den Aarestädtern hingegen nicht alles nach Wunsch. Gegen die Defensive des Aufsteigers tat sich der TVS im Positionsangriff schwer, lief sich immer wieder fest und musste für seine Treffer hart arbeiten. Was spielerisch nicht funktionierte, kompensierten die Solothurner jedoch mit ihrer Defensivarbeit und grossem Einsatz.


So blieb die Begegnung bis tief in die zweite Halbzeit völlig offen. Keine Mannschaft konnte das Spiel entscheidend an sich reissen und erst in den letzten fünf Minuten gelang es dem TVS, die Partie auf seine Seite zu ziehen. In der entscheidenden Phase bewahrten die Ambassadoren den kühleren Kopf und brachten den hart erkämpften Vorsprung schliesslich über die Zeit.


Nach 60 intensiven Minuten stand ein 27:25-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel. Spielerisch sicherlich nicht die beste Vorstellung der Solothurner, dafür eine, bei der Kampfgeist, Defensive und Nervenstärke am Ende den Unterschied machten.


Als Nächstes wartet das Derby


Mit dem zweiten Meisterschaftssieg in Folge im Gepäck steht für den TV Solothurn am Samstag, 3. Oktober, bereits das nächste Spiel an. Dieses Mal bleibt der Weg allerdings kurz: Die Ambassadoren empfangen in der heimischen CIS-Halle den Derbyrivalen PSG Lyss.


Die Seeländer sind mit einem Sieg aus den ersten vier Partien und drei Niederlagen nicht wie gewünscht in die neue Spielzeit gestartet. Gerade im Derby dürfte die Motivation beim kommenden Gegner entsprechend gross sein.


Für den TVS bietet sich derweil die Gelegenheit, nach den Meisterschafts-Erfolgen gegen Lausanne und Nyon La Côte den positiven Lauf fortzusetzen und die nächsten beiden Punkte einzufahren. Nach dem hart erkämpften Sieg am Genfersee dürfte es dabei auch an Selbstvertrauen nicht mangeln. Mit der Unterstützung des Heimpublikums sollen die nächsten zwei Punkte in Solothurn bleiben.


Foto: Silas Zeltner


 
 
 

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